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- Cross-Craft Interaction
- Weaving relationships
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- CWE and Ontology
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Netzwerke nachzeichnen:
Handwerkstraditionen im antiken Mittelmeerraum und darüber hinaus
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Übersicht und Schwerpunktthemen
Dieses Forschungsprogramm untersucht Netzwerke von Kontakten im Mittelmeerraum und darüber hinaus zwischen der späten Bronzezeit und der Spätklassik (1500-200 v. Chr.). Es konzentriert sich auf Netzwerke von Handwerkern und Handwerkstraditionen und untersucht, wie und warum sich Traditionen, Techniken und Technologien ändern und kulturelle Grenzen überschreiten, und erforscht die Auswirkungen dieses Phänomens. Der lange Beobachtungszeitraum wird durch weitreichenden sozialen Wandel charakterisiert, der viele Gesellschaften betrifft und vielfach das Entstehen von Staaten miteinschließt, die neue Wege der Organisation von Produktion und Konsumation beschreiten.
Das Forschungsprogramm wird technologische Netzwerke in ihrem größeren sozialen, wirtschaftlichen und politischen Zusammenhängen untersuchen, um unser Verständnis von Wandel auf die breitere kulturelle Entwicklung auszudehnen. Wir verbinden dabei Fachkenntnisse der Archäologie mit archäologischen Wissenschaften und Informatik in sieben Einzelprojekten. Materielle Kultur ist das primäre Beweismaterial für kulturelle Kontakte. Während lokale Faktoren zu breiten kulturellen Entwicklungen beitragen, manifestieren sich Kontakte zwischen verschiedenen Gruppen im Mittelmeerraum durch regelmäßigen Austausch von Gegenständen, Materialien und Technologien, die zum Teil bestimmend für die Konstruktion von Identität wirken.
Die Analyse einer breiten Palette von Objekten, die an jeder Station ihrer Produktion, ihrer Lebensdauer und ihres Verbrauchs untersucht werden, wird uns erlauben, mehr über die vielfältigen und komplizierten sozio-politischen, ökonomischen und kulturellen Netzwerke zu erfahren, die Leute bauten und zerstörten.
Forschungsmethoden und Quellen
Die Konzepte der ‚chaîne opératoire‘ und der ‚cross-craft interaction‘ bieten den theoretischen Rahmen, der uns ermöglicht, diachrone Vergleiche über kulturelle Grenzen hinaus zu entwickeln. Beide Konzepte erlauben uns, die Forschung zu Technologien von Handwerkern der Vergangenheit und ihre soziale Bedeutung mit der Computerwissenschaft zu verweben. Antike Netzwerke werden dazu beitragen, neue Methoden für anwender-orientierte Servicenetzwerke in der globalen Computerwissenschaft zu entwickeln. Durch das Informatik-Projekt wird zudem die Stringenz der Datenaufnahme verbessert, da es uns ermöglichen wird, Daten auf einer größeren Skala und systematischer zu analysieren und zu vergleichen.
Die ‚chaîne opératoire‘ (Produktionskette) betrachtet alle technologischen und sozialen Elemente der Produktion, des Vertriebs und des Verbrauchs einer spezifischen Ware von der Beschaffung der Rohstoffe bis zum fertigen Objekt, und schließt sowohl seine Verbreitung als auch seine sozio-kulturelle Biographie mit ein.
‚Cross-craft-interaction‘ (Wechselwirkung zwischen Handwerken) kann am besten untersucht werden, in dem man mehrere Handwerkszweige zusammen untersucht und die technologischen und sozialen Wechselwirkungen miteinschließt, die durch menschliche Interaktionen entstehen. An der Schnittstelle von Mensch und Objekt entsteht die Möglichkeit, vielschichtige soziale Identität auszudrücken und zu kommunizieren.